Schnittblumen

Die meisten Schnittblumen gelangen über niederländische Blumenbörsen zu uns (Foto: bigworld / iStockphoto)

Die Blüte Afrikas – wie lange noch?

Ein Rosenstrauß zum Geburtstag – welche Freude! Wirklich? Die meisten bei uns angebotenen Rosen kommen aus Ostafrika, und für einen Strauß von – sagen wir – 15 Rosen wurde dort eine gut gefüllte Badewanne Wasser (150 l) verbraucht. Zwischen 7 und 13 Liter Wasser stecken in jeder afrikanischen Schnittblume, von denen allein die Naivasha-Region in Kenia im Jahr etwa 45.000.000 kg ausführt, den weitaus größten Teil nach Westeuropa. Industriell produzierte Schnittblumen sind inzwischen Kenias dritt-wichtigster Exportartikel.

Pestizidausbringung im afrikanischen Blumenanbau (Foto: J. Boethling / agenda-fototext)

In dem Maß, in dem die Blumenindustrie boomt, sinkt der Wasserspiegel – in den vergangenen 30 Jahren um 5 Meter. Im Zeitraum zwischen 1996 und 2005 hat Kenia allein mit den hier erzeugten Schnittblumen jährlich 16 Millionen Kubikmeter virtuelles Wasser exportiert. Und das ist nicht alles: Dünger- und Spritzmittel-Rückstände, die ungeklärt in den See geschwemmt werden, haben die Lebensgemeinschaften verarmen lassen und gefährden die Gesundheit der Menschen.

Empfehlung für den Einkauf

  • Fragen Sie beim Blumenkauf nach Ware aus nachhaltigem Gartenbau. Speziell für Schnittblumen hat der gemeinnützige Verein „Flower Label Program“ ein Siegel entwickelt. Es garantiert dem Käufer, dass die Blumen umweltschonend und sozialverträglich produziert wurden. Das FLP-Zertifikat kann auch Zusätze wie „regional“ oder „bio“ haben, um auf kurze Transportwege und strengeren Bio-Anbau hinzuweisen.

 

 

 

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Die Inhalte dieser Seite sind ein Auszug aus dem Ratgeber "Virtuelles Wasser - Weniger Wasser im Einkaufskorb" 
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